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Freizeit fördert und fordert Mobilität zugleich

|   Mobilität

Nicht der Arbeitsweg ist der Motor stets wachsender Mobilität, sondern die Freizeit. Sie ist es laut neuster Studie, die das Mobilitätsverhalten und damit den Energiebedarf in die Höhe steigen lässt.

Travel und Travail, Reisen und Arbeiten, die beiden Begriffe haben die gleiche Wortwurzel, die ins 14. Jahrhundert zurückführt. Beide Begriffe setzen also von alters her auf Mobilität, lösen sich aber im Zeitalter der modernen Freizeitgesellschaft allmählich ab: Inzwischen beginnt Mobilität in der Freizeit jene der Arbeit zu übertrumpfen. Der Arbeitsweg ist nicht mehr der Hauptgrund, dass sich Schweizerinnen und Schweizer fortbewegen, sondern die Erholung: Knapp 15 km legen sie täglich für die Freizeit zurück, nur knapp 9 für die Arbeit. Betrachtet man die gesamte Jahresmobilität (d. h. die Summe von Alltagsmobilität und Reisen), so zeigt sich, dass jede Einwohnerin und jeder Einwohner der Schweiz über sechs Jahre im Jahr 2015 im Durchschnitt in der Freizeit rund 15 300 km zurückgelegt hat. Diese Zahl hat zwischen 2005 und 2015 stark zugenommen, von weniger als 12 000 km im Jahr 2005 auf knapp 15 300 km im Jahr 2015. Dies entspricht einer Steigerung um ca. 3 300 km, wie das Bundesamt für Raumentwicklung ARA mitteilte. Der häufigste Grund für die tägliche Freizeitmobilität in der Schweiz sind nicht-sportliche Aussenaktivitäten. Im Ausland sind die Gastronomiebesuche die wichtigste Freizeitaktivität.
Besonders reiselustig sind gemäss Statistik die 19- bis 24-Jährigen. Sie steigerten ihre Reisedistanz in den letzten zehn Jahren im Mittel um 1200 Kilometer jährlich – gegenüber 900 km der Durchschnittsbevölkerung.